Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH & Co. KG
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Hier finden Sie aktuelle Informationen zur Alternativen Energie Kroppacher Schweiz und zu Themen die unsere Arbeit betreffen. 

„(Des)informationsveranstaltung zum Thema Wind­kraft in Nauroth“

Wenn das Thema nicht so ernst wäre, hätte der informierte Bürger den Freitag Abend in Nauroth auch für eine Art „Heute-Show“ halten können. Detlef Ahlborn, ein Unternehmer und Spezialist für Backautomaten aus dem hessischen Großalmerode, versuchte im Auftrag der BI „Regionalgruppe Nördlicher Westerwald“ dem Publikum mit waghalsigen Statistiken und Beispielen klar zu machen, wie wenig die Windenergie zur Energieversorgung beiträgt. Phänomenal jedoch sein Glaube, dass die Zuhörer allesamt auf die Vermischung von Primär- und Nutzenergie in der Statistik reinfallen. Zumindest ein guter Teil der insgesamt 160 und nicht 250 Zuhörer (ich habe gezählt) haben dies erkannt und nicht blind geklatscht. Direkt nutzbaren Strom aus Windkraft mit den Primärenergieträgern „Rohkohle und Rohöl“ zu vergleichen, gehört eigentlich nach Münchhausen (liegt auch in Hessen). Es werden Äpfel mit Birnen verglichen und somit war die als Informationsveranstaltung deklarierte Veranstaltung auch schon eine Fälschung.

Einerseits beschimpft Herr Ahlborn pauschal alle Politiker und macht sich über diese lustig, weil die „Windkraft 0,0 bringt“ jedoch bereits ein Kapitel weiter wettert er darüber, dass die Auswirkungen der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien zur Abschaltung von Gaskraftwerken führt. Hier widerspricht er sich gewaltig. Denn man sollte wissen, dass zum Beispiel im ersten Halbjahr 2015 die erneuerbaren Energien bereits 34 % des Netto-Stromverbrauchs gedeckt haben. Man sollte auch wissen, dass Deutschland im letzten Jahr lediglich 5 % mehr Strom produziert hat, als verbraucht wurde und der mittlere Verkaufspreis ins Ausland höher lag, als der Rückkaufpreis, wenn wir mal zu wenig hatten. Somit wurde der überschüssige Strom auch nicht zur „Unzeit“ geliefert und musste damit auch nicht billig verramscht werden (bzw. es wurden unter dem Strich auch keine negativen Stromerlöse erzielt)
Unfassbar auch seine Aussagen zu den derzeit in Entwicklung stehenden Technologien wie „Power to Gas“. Die von ihm dargestellten Wirkungsgrade gehören der Vergangenheit an (vgl. Energiespeicher, Sterner/Stadler, 2014). Er spricht von 70 % Verlusten, die leider bei der von ihm befürworteten Kohleenergie kaum besser sind. Dumm nur, dass man mit Kohle das Klima schädigt und die Landschaft zerstört. Wind- und Sonnenenergie wird uns jeden Tag geschenkt und wir müssen diese Energieform nur ernten. 

Irgendwie hat mich der Vortrag an Kaiser Wilhelm II erinnert. Unser ehemaliger Monarch war nämlich überzeugt, dass es sich bei der Nutzung des Automobils um eine vorübergehende Erscheinung handelt und es nicht ohne Pferde zur Fortbewegung geht.
Es ist schade, wenn sich ein Ingenieur damit aufhält, zu sagen was alles nicht geht, anstatt den Blick nach vorne zu richten und Zukunftstechnologien weiter zu entwickeln.

Die Krönung der Veranstaltung war natürlich die Aussage des Arztes als zweiten Referenten: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!“ Nach den Dingen, die wir bis zu diesem Punkt bei der Veranstaltung gehört hatten, kann ich nur sagen: Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Seine Forderung in der Diskussion an mich: „Sie als Windkraftbetreiber müssen den Beweis führen, dass Infraschall nicht krank macht!“. Jetzt meine Frage: Wie soll man etwas beweisen, was nicht da ist? Umfangreichen internationalen Studien zufolge sind negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht plausibel (vgl. Health Canada, Wind Turbine Noise and Health Study, 2014). Auch in Deutschland hat es hierzu Untersuchungen gegeben, ohne Ergebnis mit dem Ergebnis, dass die festgestellten Pegel bereits bei niedrigen Entfernungen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Es gibt keine wissenschaftlich abgesicherte Studie, die zeigt, dass Infraschall auch unterhalb dieser Schwelle gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Klar ist: Wer fest dran glaubt, dass er von etwas krank wird, der wird auch krank. Sicher ist auch, dass der referierende Gynäkologe der BI-Siegtal auf der Heimfahrt in seinem Auto, jede Menge Infraschall verursacht hat und diesem ausgesetzt war. Ich würde jetzt mal sagen: „Beweisen Sie mir, dass Sie davon nicht krank geworden sind!“.

Schade, dass auf einem solchen Niveau in Nauroth „informiert“ wurde. Man sollte eine ehrliche Diskussion führen und Lösungsvorschläge bringen, wie denn die nachhaltige und ehrliche Energieversorgung funktionieren soll. Hierzu konnte man in Nauroth leider nichts zu hören. 

Langenbach, den 30.09.2015 – Markus Mann, Schulweg 8, 57520 Langenbach

BUND-Landesverband entschuldigt sich bei Landesregierung für Diffamierungen aus dem Westerwald

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz entschuldigt sich bei Mitgliedern der Landesregierung und bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Hachenburg für diffamierende Äußerungen von BUND-Mitgliedern aus den Kreisgruppen Westerwald und Altenkirchen. „Landespolitische Äußerungen sind Sache des Landesvorstandes und nicht von Kreisgruppen, beleidigende und diffamierende Äußerungen sind nicht Stil des BUND“, erklärt der Landesvorsitzende Dr. Holger Schindler. „Kreisgruppen sind rechtlich unselbstständige Unterorganisationen des Landesverbandes und arbeiten im Auftrag des Landesverbandes an Sachverhalten, die ihren Landkreis betreffen.“ Für Äußerungen wie „Frau Lemke ist eine Katastrophe für die Landschaft, Menschen und Natur“, „die Landesregierung hat auf ganzer Linie versagt“ oder „Die VG-Verwaltung Hachenburg spielt ein übles Spiel“, gibt es keine Mehrheiten im BUND und für Kreisgruppen schon gar kein Mandat. Sie haben auch kein Recht, Windkraftfirmen aufzufordern, alle weiteren Planungen einzustellen. Das in der BUND-Landesdelegiertenversammlung mit sehr deutlicher Mehrheit beschlossene Abstimmungspapier zur Windenergie spricht da im Übrigen eine ganz andere Sprache 

Der Landesvorstand hat wegen  wiederholter Verstöße gegen die demokratisch gefassten Beschlüsse des Landesverbandes der BUND-Kreisgruppe des Westerwaldkreises jetzt das Recht auf Abgabe von öffentlichen Verlautbarungen und Stellungnahmen entzogen.

So wird von diesen Personen der BUND immer wieder als Windkraftgegner dargestellt, was er definitiv nicht ist. Der BUND ist grundsätzlich für die Nutzung der Windkraft, weil ansonsten die Energiewende undenkbar ist, allerdings unter bestimmten Bedingungen. Der BUND distanziert sich von diesbezüglichen Äußerungen aus den Kreisgruppen im Westerwald gegen die Windenergie sowie von der einseitigen Opposition oder der Verteufelung gegen eine Partei, gegen die Landesregierung und die diffamierten Verwaltungen. Der BUND ist als Verband laut Satzung parteipolitisch unabhängig. Darum gibt es keine generelle einseitige Parteinahme, weder für noch gegen eine Partei. Dennoch wird der BUND-Landesverband auch weiterhin die Landesregierung kritisieren, falls es aus  seiner Sicht fachlich geboten ist.

Der BUND kritisiert im Bereich der Windenergie insbesondere die sehr unsachliche Diskussion und den Missbrauch des Natur- und Artenschutzes für Eigeninteressen. Dies erkennt man z. B. daran, dass nach jedem Rotmilanhorst in der Nähe von Windkraftanlagen gesucht wird, sich die gleichen Personen aber nicht mit den anderen Bedrohungen dieser und anderer Arten beschäftigen. Auch die Verluste von Vögeln und anderen Tieren durch die Stromerzeugung mit  konventionellen Energieträgern werden ignoriert. So werden durch den Abbau von Braunkohle ganze Lebensräume zerstört, Quecksilber aus Kohleverbrennung vergiften Vögel und andere Arten. Unter anderem deshalb widerspricht die Anti-Windkraft-Politik, wie sie oft von Bürgerinitiativen vertreten wird, klar den Interessen und Zielen des BUND. Auch die Leugnung des Klimawandels, die Behauptung, dass die Energieversorgung ohne Atom und Kohle nicht möglich sei, und an den Haaren herbeigezogene Aussagen wie Infraschall führe zu plötzlichem Kindstod oder Windkraftanlagen seien besonders umweltschädlich, da sie Neodym enthielten, sind weder offizielle Position noch Auffassung der überwiegenden Mehrheit des BUND.

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin: 06131-62706-0 oder 0174-9971892

Leserbrief des Landesvorsitzenden des BUND Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Holger Schindler

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